Große Früchtevielfalt von Obstbau Geibel

Mit Franziska Birk und ihrer Familie ist bereits die siebte Generation bei Obstbau Geibel am Start, die neue Ideen in den weithin bekannten Betrieb einbringt. Foto: Martina Emmerich

31.08.2021
Obstbau Geibel

KLEIN-ZIMMERN. Obstbau Geibel ist bekannt für seine vielfältigen Früchte- und Gemüsesorten, die mittlerweile bereits von der siebten Generation angebaut werden. Der Familienbetrieb bewirtschaftet rund 25 Hektar und betreibt neben seinem Hofladen im Klein-Zimmerner Brünnchenweg seit mittlerweile zehn Jahren in Darmstadt einen Stadtladen am Donnersbergring, wo Kunden die gesunden und leckeren Erzeugnisse täglich frisch erwerben können. Mit der Erdbeer- und Rhabarberernte beginnt in der Zeit zwischen Ende April und Anfang Mai für die Familien Geibel und Birk sowie ihr Team jeweils die Obstsaison. Aktuell stehen Zwetschgen, Äpfel und Birnen auf dem Ernteplan. Neben der bekannten Hauszwetschge, die von Ende August bis Ende September geerntet wird, baut Obstbau Geibel noch sechs weitere aromatische Sorten an. Die ersten, frühen Sorten befinden sich seit Anfang August im Verkauf.

Bereits in den vergangenen Wochen startete die Birnensaison mit den Sorten Williams Christ, Gute Luise und Gellerts Butterbirne. „Ab dem 10. September haben dann die Birnen-Hauptsorten Conference und Alexander Lukas ihre Erntezeit“, erzählt Franziska Birk, die gemeinsam mit ihrem Vater Ludwig den traditionellen Familienbetrieb führt und überdies den Verkauf leitet. Darüber hinaus wurde das Angebot im letzten Winter um zwei neue Birnensorten erweitert. „Der Trend geht hin zu rotbackigen Birnen mit schöner Form und guter Lagerfähigkeit“, weiß die Obst-Expertin.

Parallel dazu beginnt ab dem ersten September auch das Erntefenster der Apfelsorten Elstar und Gala. Aus rund zwanzig verschiedenen Sorten können Apfel-Fans bei Obstbau Geibel im Laufe der Saison wählen. Neben den traditionellen Sorten wie Goldparmäne, Boskoop und Berlepsch umfasst das Angebot auch neue Züchtungen wie Wellant (guter Allergiker-Apfel), Pinova, Mairac und SnapDragon.

Allerdings habe der viele Regen in den letzten Wochen für Fäulnisprobleme und Hagel in den Äpfeln gesorgt, bedauert Franziska Birk, die auch Spuren des Klimawandels bei den angebauten Apfelsorten erkennen kann: „Alte, traditionelle Apfelsorten kommen vor allem mit den heißen Sommern nicht gut zurecht und leiden unter der Hitze“, erklärt sie. Die Folge seien braune Blätter und eine kürzere Lagerfähigkeit. Neue Sorten hingegen würden auf die klimatischen Veränderungen besser reagieren.

In den Läden von Obstbau Geibel wird nicht nur Obst aus eigenem Anbau, sondern auch frischer Apfelsaft, Apfelwein und selbsthergestellte Marmeladen angeboten. „Frischgepressten Apfelsaft gibt es bei uns das ganze Jahr über. In der Erntezeit im Herbst ist das Angebot jedoch am größten“, sagt Franziska Birk. Anfang September komme zudem der „mobile Kelterer“, um Säfte für die Bag-in-Box-Systeme abzufüllen. Mit den Apfelrestbeständen wird zudem die Kelterei Dölp in Brensbach beliefert.

„Normalerweise sind wir im Herbst mit unserem Sortiment auch auf dem Groß-Umstädter Bauernmarkt, der normalerweise jedes Jahr Anfang September stattfindet, mit einem Stand vertreten. Doch leider wird dieser auch 2021 wegen der Corona-Pandemie ausfallen“, bedauert die Obstbaumeisterin.

Pläne für die kältere Jahreszeit hat der Familienbetrieb indes genug. „Wir wollen in naher Zukunft unseren Verkaufsraum in Klein-Zimmern umgestalten, nachdem wir in beiden Läden bereits die Kühlräume erneuert haben“, erläutert Franziska Birk. Darüber hinaus müssen ab November bis ins Frühjahr hinein dann Ersatz- und Neupflanzungen ausgeführt sowie Obstbäume und - sträucher geschnitten und gepflegt werden. Hinzu kommt, dass viele Sorten wie Erdbeeren, Tomaten und Stachelbeeren auf wechselnde Böden gepflanzt werden müssen.

Der Hofladen von Obstbau Geibel im Brünnchenweg 12 in Klein-Zimmern hat montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr geöffnet und ist telefonisch unter 06071/48237 zu erreichen. Neben dem Hofladen können die Kunden auch im Ladengeschäft in Darmstadt, Donnersbergring 45 (Telefon 06151/ 6602134), von Montag bis Freitag von 7.30 bis 18.30 Uhr und am Samstag von 7.30 bis 16 Uhr einkaufen.

Über die Landmarke beliefert Obstbau Geibel übrigens auch REWE in Darmstadt und Groß-Umstadt sowie diverse Wiederverkäufer. (memm).