Tipps für Autokäufer

Diesel, Benziner, Hybrid – oder gar ein Elektrofahrzeug?

Diesel, Benziner, Hybrid oder Elektroauto: Angesichts der Vielfalt empfiehlt es sich, eine Beratung im Autohaus vor Ort zu nutzen. Foto: djd/Bosch

20.05.2020

Mit Blick auf Klimawandel und Luftqualität sind viele Verbraucher verunsichert: Welches Auto kann man sich heute noch guten Gewissens kaufen? Tipps für den Neuwagenkauf. 

Viele Antriebsarten: den Überblick behalten 

Vor einigen Jahren war die automobile Welt übersichtlich: Da standen Benziner und Diesel zur Wahl. Heute sind neue Antriebstechnologien hinzugekommen, mit Erdgasautos, Hybridmodellen und reinen Elektroautos. Hybridfahrzeuge kombinieren einen modernen Verbrenner mit Elektrokomponenten. Dabei wiederum unterscheidet man Plug-in-Hybride, die sich an der Steckdose aufladen lassen sowie Mildhybride und Stronghybride. Alle modernen Antriebe zahlen heute schon auf das Ziel ein: Den CO2-Ausstoß möglichst gering zu halten und keine nennenswerte Auswirkung auf die Luftqualität zu haben. Fabrikneue Autos erfüllen alle die Abgasnorm Euro 6d-Temp.
 

Wiest Automobile GmbH


Welches Auto kaufen: nach Bedarf entscheiden

Experten raten, die Kaufentscheidung vom eigenen Mobilitätsverhalten abhängig zu machen: Brauche ich das Auto täglich oder nur gelegentlich? Wie viele Kilometer fahre ich im Jahr? Nutze ich einen Anhänger? Bin ich hauptsächlich in der Stadt oder über längere Strecken unterwegs? Habe ich eine Lademöglichkeit? Diese und weitere Faktoren spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle.

Auf die Emissionen des Wunschautos achten

Vor dem Kauf sollten Interessenten in jedem Fall den Verbrauch und damit die CO2-Emissionen überprüfen. Ab 2020 dürfen europäische Neuwagen im Durchschnitt über die Flotte nur noch 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Doch die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen sind groß.
 


Langstrecke: der neue Diesel rechnet sich

Bei einer jährlichen Fahrleistung von rund 15 000 Kilometern und mehr bietet der Diesel viele Vorteile. Neue Diesel-Modelle, die Euro 6d-Temp erfüllen, stoßen auch im realen Verkehr nur noch wenig Stickoxide (NOx) aus – meist liegen sie deutlich unterm Grenzwert. Dabei sind Diesel sparsam im Verbrauch und ermöglichen hohe Reichweiten, ohne dass unterwegs lange Ladezeiten einzuplanen sind. Dies ist etwa interessant für Pendler, Vertriebsmitarbeiter, Familien mit Wohnwagen oder Selbstständige, die regelmäßig Anhänger nutzen.

Hybridfahrzeuge: zwei Welten kombinieren

Ob als Dienstwagen oder Privatfahrzeug – der Plug-in-Hybrid ist eine gute Alternative, wenn er regelmäßig zu Hause und auf der Arbeitsstelle mit grünem Strom geladen werden kann. Durch die Stadt elektrisch fahren und dennoch über ausreichend Reichweite für den Urlaub oder die Wochenendfahrt zu verfügen, ist für viele eine attraktive Lösung. Wer Probleme mit der Ladeinfrastruktur hat, kann auf Mild-Hybride mit 48-Volt-Batterie zurückgreifen: Sie helfen beim Kraftstoffsparen, indem sie Energie beim Bremsen und Rollen zurückgewinnen. Allein dadurch sinken der Verbrauch und damit der CO2-Ausstoß um bis zu 15 Prozent.

Elektroauto: Lohnt es sich für mich?

Das rein batterieelektrische Auto hat vor allem in der Stadt Vorteile – und überall dort, wo es bereits eine gut verfügbare oder eigene Ladeinfrastruktur gibt. Ein Nachteil kann die begrenzte Reichweite sein. Auf langen Strecken sollten Pausen von etwa 30 Minuten eingeplant werden für das Wiederaufladen der Batterie. djd
 

UMFRAGE – Autohäuser positiv bewertet

Eine aktuelle repräsentative Umfrage der Nürnberger „Marktforschung puls“ zum Thema „Autokauf“ hat herausgefunden: Kunden sind auch in der Corona-Krise den Autohäusern vor Ort gegenüber positiv eingestellt. Der stationäre Handel schneidet auch im Vergleich zum reinen Online-Handel gut ab.

Befragt wurden 1050 Auto-Interessenten, wie sich die Corona-Krise auf die Anschaffung und Nutzung von Autos auswirkt. Ergebnis: Autokäufer sind in diesen Tagen zwar verunsichert, aber solidarisch mit dem stationären Handel. Demnach plant zwar jeder Zweite, seine Autoanschaffung zu verschieben – jeder Dritte will diese aber unmittelbar nachholen. Außerdem bemerkenswert: 85 Prozent der Neuwagen-Interessenten haben Verständnis für „coronabedingte“ Lieferverzögerungen. Und obwohl sich eine Mehrheit vorstellen kann, den Fahrzeugkauf auch komplett online abzuwickeln, betont mehr als die Hälfte der Befragten, dass eine Probefahrt für sie unerlässlich ist. Das verdeutlicht einmal mehr: Nur der Händler vor Ort kann wirklich den vollen Service aus einer Hand bieten. Die eigentliche gute Nachricht für diese Autohäuser aber ist: Viele Kunden wissen das auch durchaus zu schätzen. (kow)

Autokunden schätzen Transparenz – gerade in Zeiten von Corona

Autokunden schätzen Transparenz – gerade in Zeiten von Corona Auf dem Weg aus dem Lockdown können die Autohäuser nun langsam wieder richtig losstarten: Sie haben wieder geöffnet. Hersteller fahren die Produktion wieder schrittweise hoch. Und viele Kunden träumen nach wie vor von neuen Autos. Doch wie in fast allen anderen Branchen auch, fremdelt in Zeiten von Corona so mancher Interessent dann doch noch mit der Neuanschaffung.

Für die Autohäuser ist nun deshalb eines ganz besonders wichtig: Sie müssen deutlich machen, was sie jetzt schon alles wieder leisten und liefern können. „Schweigen ist in diesen Tagen alles andere als Gold“, sagen Unternehmensberater. Gerade jetzt wollen Kunden Transparenz. Gerade jetzt kommt es auf offene, klare Kommunikation an, auf wirklich gute Beratung. Darauf weist auch eine aktuelle, repräsentative Umfrage zum Autokauf hin. Eine Menge richtig gemacht haben in dieser Hinsicht die Autohäuser, die auf dieser Seite auf sich aufmerksam machen. Sie zeigen, was sie können und vermitteln eine klare Botschaft: „Wir finden ihr Wunschfahrzeug“, heißt es etwa im Autohaus Merz in Mühltal. Bei Wiest Automobile in Darmstadt locken Eintauschprämien für alle, die dort jetzt von ihrem alten Fahrzeug auf einen neuen Skoda wechseln. Und auch das Autohaus Lutz macht aktiv von sich reden. (kow)