Viele gute Karrieremöglichkeiten
03.09.2018

Spannende Ausbildung zur/zum Steuerfachangestellten

Der Beruf des Steuerberaters ist sehr vielseitig. Foto: Steuerberaterverband Rheinland-Pfalz/ccvision

Egal ob Unternehmen oder Privatperson: Jeder hat mit Steuern zu tun und benötigt Expertenwissen. Doch hinter der Ausbildung zum Steuerfachangestellten steckt viel mehr als trockene Zahlen oder eintönige Steuerklärungen.

Es gibt viele gute Gründe, die Ausbildung zur/zum Steuerfachangestellten anzustreben. Der Steuerfachangestellte unterstützt mit seinem Know-how Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bei der steuerlichen Beratung seiner Mandanten. Die unterschiedlichen Mandanten, beispielsweise aus Industrie, Handwerk und Wirtschaft, machen das Spektrum der Beratung so interessant. Und die abwechslungsreiche Tätigkeit mit Steuerrecht, Buchhaltung, Lohnwesen sowie der Umgang mit spezieller Software machen das Arbeiten in einer Kanzlei spannend.

Vielversprechend und vor allem gewinnbringend sind die weiteren beruflichen Möglichkeiten. Nach bestandener Abschlussprüfung stehen Tür und Tor offen für eine erfolgreiche Karriere – sei es als Steuerfachwirt, Bilanzbuchhalter oder auch als Steuerberater. Eine ebenso erfolgsversprechende Variante ist ein betriebswirtschaftliches Studium. Die Kenntnisse aus der Steuerfachangestelltenprüfung sind aber auch eine ideale Voraussetzung für ein Jurastudium.

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Umfragen haben ergeben, dass vor allem der Faktor Krisensicherheit des Arbeitsplatzes ein entscheidender Faktor für die Wahl dieses Ausbildungsberufes ist. Und auch wenn in den kommenden Jahren die Kanzleien durch die Digitalisierung einen Wandel erleben werden, wird qualifiziertes Personal nie zu ersetzen sein. Der hohe Bedarf an ausgebildetem Personal ermöglicht nach erfolgreicher Prüfung gute Verdienstmöglichkeiten. Das monatliche Einstiegsgehalt liegt zwischen 1800 und 2000 Euro.

Die Ausbildung zum Steuerfachangestellten dauert drei Jahre. Neben der praktischen Tätigkeit im Steuerbüro lernen die Auszubildenden in der Berufsschule mehr über die Fächer Steuern, Wirtschaftsrecht, Betriebswirtschaft und Rechnungswesen. Voraussetzung für die Ausbildung ist die mittlere Reife. Das Gehalt beträgt im ersten Lehrjahr 750, im zweiten 850 und im dritten 950 Euro monatlich.

Weder trocken noch langweilig

Der 22-jährige Niklas Schüller aus Bad Kreuznach befindet sich aktuell im dritten Lehrjahr zum Steuerfachangestellten und beschreibt seine Motivation für die Ausbildung so: „Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, da ich schon früh über die Familie in Kontakt zum Thema Steuerberatung kam und somit ein reges Interesse an diesem Ausbildungsberuf habe. Während der Oberstufenzeit konkretisierten sich die Vorstellungen, dass ich selbst in diesem Beruf arbeiten könnte. Mir hat die Arbeit mit Zahlen immer schon Spaß gemacht. Spätestens nach einem zweiwöchigen Berufspraktikum bei meinem derzeitigen Ausbilder war ich vollständig überzeugt, diesen Berufsweg zu gehen. Besonders die vielen Einblicke in die betriebswirtschaftliche Seite der Unternehmen gefallen mir. Das trägt dazu bei, dass dieser Beruf entgegen der allgemeinen Auffassung immer wieder abwechslungsreiche und anspruchsvolle Aufgaben bereithält. Auch das negative Image, dass Steuern trocken und langweilig sind, kann ich nicht nachvollziehen. Man ist fast täglich mit neuen und spannenden Herausforderungen konfrontiert und eine stetige Weiterbildung ist unerlässlich aufgrund der vielen Änderungen im Steuergesetz.“ red


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