Gedrucktes Gewebe

Spannender Online-Rathaus-Vortrag mit Andreas Blaeser zum Thema „3D-Bioprinting“

Wegweisende in der Organ- und Gewebeproduktion: Im Vortrag werden die Möglichkeiten des 3D-Bioprinting aufgezeigt. Foto: Syda Productions/Fotolia.de  

8.03.2021

MICHELSTADT/ERBACH. Lebendiges aus dem Drucker? Was vor einiger Zeit noch unvorstellbar erschien, könnte sich, zusammengefasst unter dem Begriff „3D-Bioprinting“, als wegweisendes Gebiet in der Naturwissenschaft und medizinischen Forschung erweisen. Grund genug für die Stadt Michelstadt und die Odenwaldakademie Erbach, sich diesem Thema im Rahmen des Online-Rathausvortrages „3D-Bioprinting – Eine innovative additive Herstellungstechnologie für die Herstellung von lebenden Geweben und Organen“ am Donnerstag, 25. März, 19.30 Uhr, zu widmen.

Als Referent begrüßen die Verantwortlichen Prof. Dr. Andreas Blaeser von der Technischen Universität (TU) Darmstadt. Dort leitet er das 2019 neu gegründete Fachgebiet Bio-Medizinische Drucktechnologie (Fachbereich Maschinenbau). Kern des Fachgebiets ist die Erforschung und Entwicklung von 3D-Biodrucksystemen. Sein Online-Vortrag gibt einen breiten Überblick über die allgemeinen Ziele und Herausforderungen der Bioprinting-Technologie. Zudem informiert er über die derzeit angewandten Druckverfahren im Bereich Gewebe und Organe.

Das 3D-Bioprinting ist ein additives Fertigungsverfahren, um lebendes Gewebe herzustellen. Hierbei werden lebende Zellen in eine Hydrogelmatrix eingebettet und schichtweise gedruckt, um die Makroanatomie des gewünschten Gewebes zu rekonstruieren. Nach dem Druckprozess werden die Vorläuferstrukturen für mehrere Wochen in speziellen Bioreaktoren oder in einem Wirtsorganismus kultiviert. Dort können sie reifen und eine biofunktionale Gewebeeinheit bilden. Im Vergleich zu anderen Biofabrikationsverfahren, verfügt das 3DBioprinting über einige Vorteile, die für die Herstellung komplexer Gewebe von Bedeutung sind. Einer der Vorteile liegt in dem hohen Grad der Automatisierbarkeit und Digitalisierung des Verfahrens. Derzeit werden beispielsweise Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Organspende diskutiert.

Möglichkeiten zur Anmeldung werden bereitgestellt über www.odenwald-akademie.de oder über www.michelstadt.de. Für Ihre Teilnahme am Online-Vortrag wird lediglich ein PC, Laptop, Handy oder Tablet mit einer guten Internetverbindung benötigt. Eine Kamera oder weitere Software sind nicht erforderlich. Anmeldungen können noch bis zum 25. März, 10 Uhr, aufgenommen werden. Alle angemeldeten Personen erhalten am Vormittag des Veranstaltungstages per E-Mail den Zugangslink, mit dem man sich zum Veranstaltungsbeginn problemlos und ohne großen Aufwand einwählen kann. red