Kontaktlos fit bleiben
21.05.2020

Schrittweise Öffnung des Vereinslebens in Sport- und anderen Bereichen

Die Bälle ruhen nicht mehr: Verschiedene Raunheimer Clubs insbesondere im Sportsektor laden zum Trainieren ein. Foto: yossarian6/fotolia.de

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Viele Wochen hat die Corona-Krise das öffentliche Leben auch in Raunheim nahezu komplett lahmgelegt. Doch mit dem Rückgang der Infektionen und den Lockerungen der Schutzmaßnahmen nähert man sich in der Region schrittweise dem Alltagsleben an. Die meisten Geschäfte haben unter Einhaltung von Schutz- und Sicherheitsregeln wieder geöffnet. Ebenso ist es der hiesigen Gastronomie wieder erlaubt, Gäste zu bewirten. Und auch das Vereinsleben kommt wieder in Schwung – wenn auch nur langsam. So ließ der Gebrauchs- und SchutzhundeVerein Raunheim verlauten, ab dem morgigen Samstag, 23. Mai, das Training wieder aufzunehmen. Natürlich gelten auch hier die Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Zudem wurde die Zahl der zugelassenen Teilnehmer auf fünf Personen pro Übungseinheit begrenzt. Die Abstimmung erfolgt mit dem jeweiligen Übungsleiter. 

Auch der TSV Raunheim kündigte in dieser Woche an, dass ab sofort wieder Vereinssport möglich sei, verwies allerdings auf die Auflagen, unter denen dies geschehen kann. Die orientieren sich streng an den Bedingungen der Stadt Raunheim, des Kreises sowie den vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) aufgestellten Regeln. Letzterer hatte zehn sogenannte Leitplanken für den „Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben“ formuliert. Ganz allgemein geht es darum, Distanzregeln einzuhalten, Körperkontakt soweit es geht zu vermeiden und Ansteckungsrisiken in allen Bereichen zu vermeiden. Dazu gehört, die Trainingsgruppen zu verkleinern, das Umkleiden und Duschen vor Ort zu unterlassen.

Darüber hinaus wurden vom DOSB sportartspezifische Erweiterungen der Leitplanken publiziert, die Maßnahmen für den Trainingsbetrieb in den jeweiligen Aktivitäten konkretisieren.

Das bedeutet fraglos vorübergehend eine Umstellung des Ablaufs der Übungseinheiten. Auch der Sachverhalt, ob die Sportart draußen oder drinnen betrieben wird, hat zuweilen maßgeblichen Einfluss auf die Durchführbarkeit. Nicht jeder Verein oder jede Sparte kann diese gewährleisten und verzichtet – noch – auf eine Wiederaufnahme des Vereinsgeschehens.

Dennoch wird die Öffnung vielerorts begrüßt, weil nun ein Wiedersehen der Vereinskameraden und Aktivität in der Gemeinschaft Gleichgesinnter wieder möglich sind. Das Gebot der Vorsicht bleibt dennoch. So will der TSV Raunheim zwei bis drei Wochen Erfahrung sammeln im Trainingsbetrieb unter den neuen Bedingungen, bevor er ihn für die unter 14-jährigen aufnimmt. Wer wieder ins Training einsteigt, darüber informieren die einzelnen Abteilungen.

Dass zumindest in diesem Jahr nicht jeder Verein seine reguläre Arbeit aufnehmen kann und von Lockerungen profitiert, liegt auf der Hand. Dies- aber auch jenseits des Sports sind unter anderem solche Vereine betroffen, die sich an Kulturangeboten und Groß-Veranstaltungen beteiligen. So musste beispielsweise das „Raunemer Kerweteam“ verkraften, dass deren Kerb in diesem Jahr ausfällt. Das schmerzt umso mehr, da 2020 das 25. Jubiläum der Kerb anstand. Die Feierlichkeiten zu dieser wollen die Beteiligten im nächsten Jahr nachholen.

Sie und andere Organisationen sind vor diesem Hintergrund vielfach darum bemüht zu zeigen, warum Vereinsarbeit auch und gerade dieser Tage so wichtig ist. red
     
Blutspende
Das DRK Raunheim-Kelsterbach lädt zur Blutspende am Dienstag, 2. Juni, 16.30 bis 20 Uhr in die Mehrzweckhalle Süd, Friedensstraße 2, Kelsterbach, ein. Infos unter www.drk-rk.de. red