Keine Spur von „glattgebügelt“
07.11.2019

Pickin’ Rooster Band unterhält am 10. November mit Ragtime, Blues und Folk in evangelischer Kirche Spachbrücken

Zur Pickin’ Rooster Band gehören Michael Jockel, Konni Braun und Claudia Nell. Foto: Doris Schumacher-Braun

Sie kommen aus Südhessen, spielen Musik, die an Lagerfeuern knistern könnte und sind nun am Sonntag,10. November, |17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) zu hören in der evangelischen Kirche Spachbrücken: Die drei Musiker der „Pickin’ Rooster Band“.

Bei ihnen stehen rein instrumentale Melodien aus Ragtime, Blues und Folk im Mittelpunkt. Der Name „Pickin“ steht für gezupfte Saiten von Bass, Banjo und Dobro, das ist jene Gitarrenspezies mit blechernem Resonator, die rutschende Slide-Klänge besonders typisch transportiert.

Alles handgemacht

Das akustische Trio setzt auf Ragtime, Blues und Folk Musik aus Amerika und Irland. Die drei Musiker gelten als ausgezeichnete Instrumentalisten. Sie spielen auf diversen akustischen Gitarren, Dobro, Banjo, Mandoline und Kontrabass. Sie singen und spielen amerikanische und irische Folksongs, Blues und glänzen mit Instrumental-Arrangements: „Good Time Music vom Feinsten mit viel Spaß, ausgeprägt rhythmisch, mit Fingerund Flatpicking und gern auch unplugged“, fasst es der Veranstalter zusammen. 2007 veröffentlichte die Pickin’ Rooster Band ihre erste CD „Next Week Sometime“.

Zu dem Trio gehören Michael Jockel, Konni Braun und Claudia Nell. Michael Jockel (Gitarre, Dobro, 5-string Banjo, Mandoline, Gesang) begann während seiner Darmstädter Studienzeit in den 1970er Jahren mit irischer und deutscher FoIk Musik, nachdem er zuvor in lokalen Bands Rock Musik gespielt hatte. Während der Jahre mit der Darmstädter Folk Gruppe „Vanin Freya“ entdeckte er seine Leidenschaft für Bluegrass und das 5-string Banjo, das er bis heute in der bekannten Bluegrass Band „Grass Unlimited“ spielt. Zudem ist er Chef des „Pickin’ Rooster“ Tonstudios, mit dem er sich auf die Aufnahme akustischer Musik spezialisiert hat.

Konni Braun (Gitarre, Gesang) war ebenfalls bereits in den 1970er Jahren während seiner Studienzeit in Göttingen aktiver Musiker. Während dieser Zeit begeisterte er sich für Ragtime auf der Gitarre. Viele Auftritte mit amerikanischen Folksongs und Ragtime-Instrumentals folgten. Seit 1996 ist er zudem Mitglied in der Cover-Band „Mammas & Babbas“ aus Seeheim-Jugenheim.

Claudia Nell (Kontrabass) bekam ihr erstes „richtiges“ Instrument, die Geige, mit elf Jahren. Neben klassischer Ausbildung hat sie jahrelang in Orchestern und Streichquartetten gespielt. Die Neugier trieb sie zeitweise dazu, andere Instrumente wie Saxophon und Klavier auszuprobieren. Seit Ende der 1990er Jahre hat sie sich ausschließlich der Folkmusic verschrieben. Die Geige wurde zur Fiddle und sie spielte zunächst Irish Folk und später Bluegrass in mehreren Formationen. Diatonisches Akkordeon und Kontrabass kamen hinzu. Heute spielt sie die Fiddle bei „Bluegrass Affairs“ und seit 2018 zupft sie den Bass bei der „Pickin’ Rooster Band“.

Der Eintritt zum Konzert ist frei, die Kirchengemeinde Spachbrücken freut sich aber über eine Spende. red
  

Themenabend Aggression
„Umgang mit kindlichen Aggressionen“ – unter diesem Titel steht ein Themenabend mit Familientherapeutin Sylvia Pfohl, am Donnerstag (21.) um 19.30 Uhr in der Kirchstraße 24. Dort hat der Verein FrauenFreiRäume, der die Veranstaltung organisiert, sein Domizil. Wie der Verein informiert, sind aggressive Verhaltensweisen bei Kleinkindern keine Einzelphänomene, sondern treten häufig auf. Den Umgang mit Emotionen müssen Kinder erst lernen. Hierbei brauchen sie einfühlsame Erwachsene an ihrer Seite. (red)

Künstlerträume an der Bergstraße

Schon früh haben Reisende die Bergstraße bewundert. Auch die Maler haben sich immer wieder mit Motiven der Bergstraße befasst. Dr. Benno Lehmann informiert auf Einladung des Museums Reinheim am Donnerstag, 21. November, um 19 Uhr in der Hofgutgalerie (Kirchstraße 24) am Beispiel ausgewählter Bilder darüber, wie sich Künstler die Bergstraße erschlossen haben. red