Energiesparen mit System

Bei einer Wärmedämmung müssen alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein

Von einem persönlichen Beitrag zum Klimaschutz profitiert auch die nachfolgenden Generation – und die Familie freut sich über ein gesundes Raumklima. Foto: djd/Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V./thx

2.02.2021

Auch wenn kurzfristige Wettererscheinungen und das langfristige Klima nicht miteinander gleichgesetzt werden sollten: Trockene und heiße Sommer sowie wiederkehrende Stürme und Starkregenfälle führen vor Augen, dass der Klimawandel keine bloße Theorie mehr ist. Umso mehr machen sich Verbraucher Gedanken, wie sie Energie sparen und somit zu einem aktiven Umweltschutz beitragen können. Das Dämmen der Immobilie zählt somit nach Expertenmeinung zu den wichtigsten Beiträgen, die Privatpersonen zum Klimaschutz leisten können.
 

Ausführung ist entscheiden

Allerdings ist Dämmung längst nicht gleich Dämmung. Von Do-it-yourself-Lösungen ist abzuraten. Eine energetische Sanierung sollte in jedem Fall gründlich geplant und fachkundig ausgeführt werden. Energieberater und qualifizierte Fachbetriebe des Handwerks unterstützen Hausbesitzer, bis hin zu möglichen Fördermitteln. Auch die Wahl der geeigneten Dämmlösung ist in jedem Fall eine individuelle Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt. Für manche Gebäude kommt aus baulichen Gründen eher eine Innendämmung infrage, die völlig anderen Vorgaben unterliegt als eine Außendämmung.

Bei Wärmedämm-Verbundsystemen werden alle Komponenten aufeinander abgestimmt und umfassend geprüft, bevor sie zugelassen werden. Deshalb zahlt es sich aus, gleich auf Profiqualität zu setzen. Ist etwa bereits eine ältere Dämmung vorhanden, ist häufig ein Aufdoppeln möglich, um den Wärmeschutz auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen.

Energetisch sanieren wirkt

Was bringt die energetische Sanierung und die Wärmedämmung unterm Strich? Diese Frage steht naturgemäß für Hausbesitzer besonders im Mittelpunkt. Zunächst einmal bedeutet ein geringerer Heizenergieverbrauch, dass die persönlichen Kohlendioxid-Emissionen zurückgehen und man somit zum Klimaschutz beiträgt. Zugleich wirkt eine Wärmedämmung ganzjährig ausgleichend aufs Raumklima: Im Winter ist es zu Hause stets behaglich, klamme Räume gehören der Vergangenheit an. Im Sommer wiederum heizen sich die Innenräume weniger stark auf. Wohnkomfort und Wohngesundheit werden spürbar verbessert. Somit dürfte der Gebäudewert langfristig wachsen, während die Heizkosten sinken. Und bei steigenden Energiepreisen, die in Zukunft zu erwarten sind, profitieren Hausbesitzer noch stärker vom Spareffekt.

Schritt für Schritt

Die Gebäudefassade dämmen, Fenster auf den aktuellen Energiespar-Standard bringen und schließlich die Heizung austauschen: Die Komplettsanierung eines Altbaus übersteigt schnell so manches Budget. Empfehlenswert ist es in diesem Fall, Schritt für Schritt vorzugehen. Energieberater können dazu einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen. Dieser beschreibt, in welcher Reihenfolge die Arbeiten den meisten Nutzen bringen. Eine sogenannte Vor-Ort-Beratung wird vom Staat finanziell gefördert. Ein Beispiel für den Nutzen einer Sanierung: Nach einer Dämmung kann die neue Heizung oft kleiner bemessen werden, da der Heizbedarf sinkt. djd