Mehrere Hotspots beim City-Sommer

Keine Feste, keine Märkte: Nun haben die Darmstädter Schausteller an verschiedenen Standorten und noch bis 16. August ihre Stände aufgebaut

Für leuchtende Kinderaugen während des City-Sommers sorgt Michael Otto auf dem Friedens- sowie auf dem Karolinenplatz mit Helium-Ballons. Tiluria – pixabay.com

10.07.2020

Die Enttäuschung über die zahlreichen corona-bedingten Absagen von Frühjahrsmess, Schlossgrabenfest, Heinerfest, Kunsthandwerkermarkt und Weinfest war und ist groß. Für die Darmstädter Schausteller ist dies darüber hinaus nicht nur ideell sondern auch wirtschaftlich eine ganz bittere Pille. Mit städtischer Unterstützung haben die Schausteller nun aber ein Angebot geschaffen, das für die Besucher attraktiv ist und Abwechslung bringt in diesen festtagslosen Sommer und gleichzeitig eine Präsentationsplattform für die Schausteller und ihre Waren bietet:

Seit dem 3. Juli findet nämlich der „Darmstädter City-Sommer“ statt, und noch bis zum 16. August bieten im Zuge dieser Aktion verschiedene Schausteller an diversen Standorten wie auf dem Friedensplatz, auf dem Karolinenplatz, an der Stadtmauer am Hinkelsturm und auf dem Parkplatz Oberwaldhaus ihr Sortiment zum Verkauf an.
 

Für Weinfreunde besonders bitter: Auch das Darmstädter Weinfest musste corona-bedingt abgesagt werden. Es gibt aber eine Alternative. Archivfoto: Darmstadt Marketing
Für Weinfreunde besonders bitter: Auch das Darmstädter Weinfest musste corona-bedingt abgesagt werden. Es gibt aber eine Alternative. Archivfoto: Darmstadt Marketing

In Absprache mit dem Darmstädter Schaustellerverband ging dieser Aktion – die in diesen schwierigen Zeiten auch von Seiten der Stadt eine Unterstützung sein soll, bis es wieder regulär Feste und Jahrmärkte geben kann – ein offizielles Bewerbungs- und Auswahlverfahren voraus, zu dem unter anderem die Vorlage eines umfassenden Hygienekonzeptes gefordert worden war.

Im Ergebnis präsentieren sich nun in den kommenden Wochen folgende Anbieter an den genannten Hotspots des „Darmstädter City-Sommers“:

Friedensplatz: Manfred Hausmann (Imbisswagen und Getränke); Camucha Glock (Süßwaren); Christine Hausmann – Vivien Grupe (Crêpes).

Karolinenplatz (zwischen dem Hessischen Landesmuseum und dem Archiv): Thiemo Braun (Lederwaren); Willi Koch (Stahl- und Haushaltswaren); Barbara Felderhoff (Flammkuchen und Wein); Dagmar und Ewald Spagerer (Süßwaren).

Am Hinkelsturm (Grünfläche an der Stadtmauer): Matthias Hausmann (Imbisswagen mit Getränken); Günther Ross (Süßwaren).

Oberwaldhaus (Parkplatz): Oliver Spagerer (Crêpes und Waffeln); Ilona Böhm (Imbisswagen und Getränke); Jürgen Unterköfler (Süßwaren).

Darüber hinaus wird Michael Otto auf dem Friedens- sowie Karolinenplatz Helium-Ballons anbieten. Die Öffnungszeiten der Stände sind wetterabhängig. Schließzeit ist jeweils um 21.30 Uhr.

Eine Alternative zum Darmstädter Weinfest, das traditionell den September eröffnet, ist ebenfalls vorgesehen: In der Zeit, in der die Wilhelminenstraße sich normalerweise in eine Genussmeile verwandelt hätte, wird nun ein To-Go-Angebot als corona-freundliche geschaffen. Das Darmstadt Marketing und die beteiligten Winzer werden dazu am 5. und 6. September 2020 an verschiedenen Ständen Flaschenweine zum Verkauf anbieten.

Wer befürchtet, dabei auf die Beratung und Expertise der Winzer verzichten zu müssen, kann beruhigt sein. Denn bei Online-Wein-Tastings der Winzer über Web-Cam in den eigenen vier Wänden bekommt der Kunde Informationen zum Wein präsentiert, kann dem Winzer jederzeit gezielte Fragen stellen und dabei auch noch gemütlich die Füße hochlegen. Hat doch auch etwas... red/pel/stü
 

Tröndle

Helmut Lortz als „Gebrauchsgrafiker“

Große Schau am Friedensplatz – Noch bis 23. August

An den Darmstädter Künstler Helmut Lortz (1920-2007) als einen der prägendsten Gebrauchsgrafiker der Nachkriegszeit erinnert noch bis zum 23. August das Institut für Neue Technische Form (INTeF) am Friedensplatz 11. Dort zu sehen sind unverwechselbare Signets, Buchcover und -reihen, Kataloge, Illustrationen, Grafiken, Einladungen, Zeichnungen, Poster, private Skizzenbücher bis hin zu visuellen Programmen.

Das INTeF stellt Lortz mit der visuellen Interpretation gesellschaftlicher Themen wie mit der Vermittlung künstlerischer Positionen vor, zeigt den Hochschullehrer als Plakatkünstler sowie als Entwerfer von Zeichen, als Buchgestalter und letztlich als privaten Menschen.

Geöffnet ist das INTeF dienstags bis samstags von 11 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 14 Uhr. Ein Mund-und-Nasenschutz ist bei Besuch zu tragen. Infos unter Telefon 06151/48008 oder unter www.intef.info. red