Auf ein freudiges Wiedersehen im Herzen der Stadt

Die City öffnet sich mit kulturellen Höhenpunkten und fallenden Beschränkungen

Wieder da: Das Leben in der City. Foto: Rüdiger Dunker

12.07.2021

Wiedersehen macht Freude. Das spürt man auch sehr deutlich in Darmstadt. Die Pandemie zieht sich – zumindest vorerst – zurück und beugt sich den sommerlichen Temperaturen, die wiederum die Menschen nach draußen treiben. Die City lebt auf – und zwar zu einem erheblichen Teil maskenlos. Denn mit sofortiger Wirkung ist die Pflicht zum Tragen einer solchen Mund-Nasen-Bedeckung aufgehoben. In den Geschäften gilt diese zwar noch und auch die Abstandsregelung bleibt als Schutzmaßnahme erhalten. Dennoch dürfen die Einzelhändler und Gewerbetreibende diverse Einkaufsschranken fallen lassen. Die attraktiven Angebote tragen ihrerseits dazu bei, dass die Geschäfte gut besucht sind. Auch die Darmstädter Gastronomie darf endlich aufatmen. Gerade in den Außenbereichen der Bistros, Cafés und Restaurants ist ein enormer Andrang zu verzeichnen. Mit den obligatorischen Schnelltests werden zudem die Innenräume gerne zum Genießen aufgesucht. Natürlich gibt es den einen oder anderen Spielverderber. Der griechische Buchstabe Delta kratzt derzeit an unser aller Sehnsucht nach Sorglosigkeit. Doch die gute Laune lassen die Menschen sich davon nicht verderben. Beruhigend ist dabei natürlich, dass die Wissenschaftsstadt mit Impf- und Testzentrum sowie dem großen Engagement der Helfer und Mitarbeiter im Gesundheitswesen gut aufgestellt ist. Neu sortiert sich gerade das kulturelle Leben, weshalb prägende Veranstaltungen wie das Heinerfest nur „im Herzen“ oder in abgespeckter Form stattfanden oder noch begangen werden. Aber auch hier ist Licht am Horizont. 
    

Es ist kein Geheimnis, dass Kultur und Kulturschaffende in besonderem Maße unter der Pandemie litten. Vor diesem Hintergrund ist die vom Land Hessen ausgezeichnete Initiative „Wiedersehensfreude – Für Momente, die zählen“, eine Kooperation von Darmstadt Marketing und Darmstadt Citymarketing als Förderung und Wiederbelebung der hiesigen Kultur zu verstehen. Die aufregende Kulisse bilden verschiedene Plätze und Straßen. Die Künstler begeistern und die Menschen erfreuen sich unmittelbar an dem, was ihnen in den letzten Wochen und Monaten an Unterhaltungswerten verwehrt blieb. Und dann ist da natürlich noch der Citysommer, der das Kulturstreben auf öffentlichen Plätzen wieder fördert.

Der Juli wird spannend. Das liegt nicht nur am König Fußball. So wird wohl in diesem Monat verkündet, ob es für die Mathildenhöhe zum Weltkulturerbe reicht. Das Bemühen dafür war groß. Verdient hätten sie und die Bürger es auf jeden Fall. Doch egal ob Weltkulturerbe oder nicht: Sie ist zentraler Bestandteil der Stadthistorie und daher beliebter Bezugspunkt. Dass Darmstadt dahingehend noch mehr zu bieten hat, offenbart sich in den Stadtführungen, welche die Mathildenhöhe aber eben auch andere spannende Orte und Ereignisse ins Blickfeld rücken. Und die kann man wie vieles derzeit gemeinsam erleben. (lie)